Hymne von Anatoli Wedel

Historischer Kommentar zum Appel von Hugo Wormsbecher an Wladimir Putin

Walther Friesen

Historischer Kommentar zum Appel
von Hugo Wormsbecher an Wladimir Putin

Seit Wochen wird in den russlanddeutschen Netzwerken der „Appell an den Präsidenten Russlands über die Wiederherstellung der Staatlichkeit auch für Russlanddeutsche“ von Hugo Wormsbecher, dem Schriftsteller und Veteran der Menschenrechtsbewegung in der Sowjetunion heftig diskutiert. Brauchen noch die „Deutschen aus Russland“ eine Entschuldigung bzw. soll noch das Oberhaupt des modernen Russlands diese Volksgruppe der Deutschen für das, was den Millionen Menschen angetan wurde, um Vergebung bitten? Hat Putin mit dem am Sontag (!), den 31. Januar 2016 unterschriebenen Erlass der tausendjährigen glorreichen und leidgeprüften Geschichte der in Osteuropa uransässigen Deutschen, deren Vorfahren die Mitbegründer des Russischen Imperiums sind, ein Ende gesetzt?

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Ursula Lennarz: Kinder-haus\lager IV

Vertreibung, Flucht und Folgen

 

„Detzki-dom“ – Kinder-haus\lager IV, Juditten
im Nachkriegs-Königsberg 1946-1948

1995 verfasste Ursula Lennarz, verw. Schiemann, „Tante Ursel“ eine authentische Niederschrift über das Leben bzw. die Zustände in diesem Kinderlager IV, in dem sie als Betreuerin von Spätsommer 1946 bis November 1947 aufopfernd und liebevoll wirkte -Zeitdokument-:

                                     (Abschrift der Niederschrift)

Je mehr man jetzt in Presse oder Fernsehen oder auch von Besuchern Berichte aus Ostpreußen liest oder hört, umso stärker wird die Sehnsucht nach der Heimat. Erinnerungen werden wach, die zeitweise zwar verschüttet, im Grunde aber immer gegenwärtig waren. …Heute möchte ich sozusagen als Zeitdokument über das „Kinderhaus IV“ in Königsberg-Juditten berichten, von den Russen errichtet und „Detzki-Dom“, also „Kinderhaus“ genannt. Es bestand seit Herbst 1946 und lag in der Waldstraße im Hause Drawert, in einem Zweifamilienhaus. Juditten, ein Vorort von Königsberg, lag 7 km von der Stadtmitte entfernt, einst ein begehrtes Ausflugsziel, das gut mit der Straßenbahn zu erreichen war. Das Theodor-Krohne-Wäldchen lud zur Erholung und Spaziergängen ein. Im Café Korinth oder Karnowski konnte man seinen Kaffee ausbrühen lassen. Man gab ein Tütchen gemahlenen Kaffee ab, der Wirt berechnete pro Tasse Wasser 10 Pfg. und stellte das Geschirr – ein billiges Vergnügen. Im Wald konnte man sich auf einer bunt verzierten Waage, auf der ein Korbsessel stand, wiegen lassen, auch dafür zahlte man 10 Pfg. und erhielt ein Wiegekärtchen, zur späteren Kontrolle. Nach dem Krieg sah dann alles ganz anders aus.

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Eine Happy-End-Geschichte aus dem 18. Jahrhundert

Diplom-Historiker Alex Dreger

Eine Happy-End-Geschichte aus dem 18. Jahrhundert
Beitrag zur Familiengeschichte derer von Mengden

Die engen Verbindungen zwischen Russland und Deutschland gehen schon auf die ersten Jahre des russischen Staates, der aus dem Moskauer Fürstentum hervorgegangen ist, zurück. Die Deutschen kamen als Militärs, Wissenschaftler, Ärzte, Handwerker und Kaufleute zum Zarenhof. So unterschiedlich wie ihre Berufe, so unterschiedlich waren auch die Wege, auf denen sie nach Russland gelangten.
In dieser Hinsicht ist die Geschichte einiger Vertreter des Adelsgeschlechts derer von Mengden besonders interessant, weil sie, wie in einem Spiegel, die Höhen und Tiefen vorführt, die ein Mensch im Russland dieser Zeit innerhalb weniger Jahre erleben konnte.

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